Sonntag, 19. Februar 2017

Frühlingsjäckchen-Knit-Along 2017 - wer strickt mit?



FJKA - was war das noch einmal?
Fast schon so traditionell wie das Weihnachtskleid, klapperten in den vergangenen Jahren ab Februar/März die Stricknadeln, um ein hübsches, frisches Jäckchen für die Kleider, Röcke und Hosen, die im Kleiderschrank auf wärmeres Wetter warten, zu produzieren.


Für alle also, die gern mit Stricknadeln hantieren und in schöner Wolle schwelgen, gibt es eine gute Nachricht:
In diesem Jahr findet wieder ein Frühlings-Knit-Along statt, begleitet von Sylvia von Frauenoberbekleidung und Luise. Nachdem wir beide uns im Herbst als Strick-Team erprobt haben, laden wir (und das nicht ganz uneigennützig) euch herzlich ein, bis zum Ostersonntag ein wärmendes Jäckchen zu stricken. Das gehört doch eigentlich zum Jahreslauf wie der Frühlingsputz, macht aber viel mehr Spaß, oder?
Wir haben uns folgenden Zeitplan überlegt:
26. Februar: 
Ideen, Inspiration, Überlegungen - was wäre möglich, was ist nötig?
05. März:
Der kalendarische Frühling ist da und mit ihm ein konkreter Plan fürs Frühlingsjäckchen! Welches Muster, welches Modell werde ich stricken? Welche Wolle verwende ich?
19. März:
Erstes Zwischentreffen und ich bin gut im (Strick)-Fluss.
Oh nein! Da gibt es einige Schwierigkeiten und aufgetrennte Reihen...
02. April:
Nun ist es ganz offiziell Frühling und dank Zeitumstellung können wir abends lange im Hellen stricken! Oder ist die Stricklust ein wenig ermüdet? Oder habe ich das fertige Jäckchen schon ausgeführt?
16. April:
Draußen scheint hoffentlich die Frühlingssonne und wir können gut gekleidet beim Osterspaziergang flanieren!


Der Zeitplan scheint ja großzügig, aber wer weiß, vielleicht braucht die eine oder andere doch ein wenig mehr Spielraum. Kein Problem:
Finale der Herzen am 14. Mai

Wie sieht es aus? Juckt es schon in euren Fingern? Geht ihr im Geiste eure Wollvorräte durch? Kramt ihr die Strickhefte- und Bücher hervor? Seid ihr dabei?
Wir freuen uns!

Ganz liebe Grüße von
Sylvia und Luise

Meike hatte 2014 gute Spielregeln ausgearbeitet, die wir gar nicht ändern wollen:

Frühlingsjäckchen Knit Along Regeln

   Wer mit machen möchte, schreibt im eigenen Blog und verlinkt diese Posts hier zu den Knit Along Treffen in der Linkliste. Je mehr du uns erzählst oder fragst, um so interessanter wird es für alle. 
   Wenn du dich in der Linkliste verlinkst, dann verweise bitte mit einem Link auf den Me Made Mittwoch Blog und den Knit Along Post. 
   Obwohl es Knit Along heißt, sind auch gehäkelte Jacken oder Westen ohne Ärmel mit Frühlingsjäckchen gemeint.
   Zu den jeweiligen Terminen gibt es ein Thema oder Fragen, die beantwortet werden können. Auch wenn du noch nicht so weit bist, freuen wir uns, wenn du uns einen Zwischenbericht gibst. 
   Der Grat zwischen Anleitungs- oder Materialempfehlungen und Werbung ist schmal. Bitte achtet mit Feingefühl auf den Unterschied und vermeidet Werbung. 
   Falls du bei twitter bist, dann kannst du auch zwischen den Treffen mit dem Hashtag #FJKA mit uns im Austausch sein und schnelle Hilfe, bei drängenden Fragen bekommen. 

P.S. Und seid vorsichtig mit fremden Bildern - im Zweifelsfall vorher nachfragen, ob ihr das Bild benutzen dürft. 


Mittwoch, 15. Februar 2017

MeMadeMittwoch am 15. Februar 2017

Hallo in die Runde, liebe Selbernäherinnen, ich blogge als Lucy auf nahtzugabe.blogspot.com und bin heute das letzte Mal eure Gastgeberin hier beim MeMadeMittwoch. Dass ich es für diesen Post trotz bester Absichten nicht geschafft habe, etwas Neues zu nähen, zeigt eigentlich am besten, warum ich als MMM-Teammitglied heute meinen Abschied nehme: Ich bringe die Verpflichtungen, die mit dem MMM verbunden sind, zeitlich nicht mehr so richtig in meinem Leben unter und kann mich für den MMM nicht so engagieren, wie ich es gerne hätte und wie es nötig wäre. Wer schon mal freiberuflich oder als Selbständige gearbeitet hat, wird das kennen: Wenn es gut läuft, ist das natürlich großartig, aber Wochenenden wie andere Menschen kann man vergessen.


Für den heutigen Mittwoch ist mein Mangel an Neugenähtem aber sogar pädagogisch wertvoll, denn wir wissen ja alle: Beim MeMadeMittwoch geht es nicht darum, jedes Mal etwas Neues zu zeigen, sondern darum, die selbstgemachte Kleidung im Alltag tatsächlich zu tragen und zu erproben, ob sie den Anforderungen des Alltags gewachsen ist.

Den Wintermantel aus sehr dickem, schweren Wollstoff (Schnitt 107 Burdastyle 10/2011, gebloggt hier) trage ich zum Beispiel nicht jedes Jahr – aber ich bin sehr froh, dass ich ihn bei Bedarf hervorholen kann, wenn die Tagestemperaturen dauerhaft ein paar Grade unter Null liegen, wie gerade jetzt. Das Tuch (askews me von westknits, noch nicht verbloggt), die Mütze nach der kostenlosen Anleitung Brambles und die Handschuhe aus Sockenwolle (Knotty gloves, Anleitung auch auf Deutsch) sind auch selbstgemacht.


Darunter trage ich eine Strickjacke aus Alpacagarn, die erst vor kurzer Zeit fertiggeworden ist, ein simples, zusammengerattertes langärmeliges T-Shirt und einen Pseudo-Wickelrock aus Wollstoff (Schnitt 108 aus Burdastyle 8/2013), dessen Konstruktion ich schon wenig überzeugend fand, als ich ihn gerade frisch fertiggenäht hatte.

Es hat sich seither bewahrheitet, dass das Design im Grunde überhaupt nicht funktioniert - die kurze Naht, die die Rockteile vorne verbindet, steht beim Bewegen sehr unter Spannung und der überflüssige teilbare Reißverschluss hat eine Tendenz, sich von unten her zu öffnen, so dass ich die Stelle vorsichtshalber mit einer Sicherheitsnadel zusammenhefte. Also kurz gesgt: eine schnittechnische Katastrophe und im Alltagstauglichkeitstest voll durchgefallen, aber ich ziehe den Rock trotzdem an, weil ich den Stoff sehr mag. Man kann sich bei Nähen eben nicht immer aussuchen, was ein Lieblingsteil wird.


Um die Zukunft des MeMadeMittwoch müsst ihr euch keine Sorgen machen, der ist bei Claudia, Dodo, Nina, Sybille, Katharina und Wiebke in guten Händen, und auch ich bin ja nicht wirklich weg: Ich blogge weiterhin als Nahtzugabe, werde natürlich weiterhin am MeMadeMittwoch teilnehmen, wenn es etwas Interessantes zu zeigen gibt - vorausgesetzt ich komme außerhalb von Nähtreffen überhaupt nochmal zum Nähen - und auf Papier werdet ihr mich wie bisher auch ab und an lesen können.

Also ahoj, ihr Lieben, wir lesen uns! Und nun bin ich gespannt auf die selbstgemachte Kleidung, die heute im Alltag von euch getragen wird:


Mittwoch, 8. Februar 2017

MMM am 8.2.2017



Herzlich willkommen zum Me Made Mittwoch am 8. Februar 2017. Mein Name ist Meike und ich blogge auf crafteln.de. Ein letztes Mal bin ich heute die Gastgeberin für unser wöchentliches Defilée- ein komisches Gefühl. Aber zuerst zu den Klamotten.

Ich habe mir ein "Nachthemd" und einen "Bademantel" genäht und weiß nicht so recht. Schon seit einiger Zeit ist "Oversize" ein Modethema und wider besseren Wissens wollte ich mich doch mal daran versuchen. Oversize finde ich an zarten, mädchenhaften Frauen ganz hinreißend. Auch ich springe sofort an, wenn ich die durch oversize Klamotten unterstrichene Hilfsbedürftigkeit sehe. Das Problem ist allerdings: das Zarte und Mädchenhafte ist bei einer Plus-Size-Frau zwar auch vorhanden, wird aber leicht im Gesamteindruck übersehen.



Für meine Figur bevorzuge ich normalerweise Kleidungsstücke, die auf Figur geschnitten sind und mit ihren Designlinien Form geben bzw. dem Auge Halt bieten. Abnäher machen Kleidungsstücke dreidimensional und schaffen dort Raum, wo Raum gebraucht wird. Teilungsnähte strecken und formen. Seitdem ich dem "Litfasssäulenlook" abgeschworen habe, hatte ich mich eigentlich von dem Thema "Wallewalle" verabschiedet. Aber Mode, insbesondere die unter Nähfreundinnen, geht nicht spurlos an mir vorbei, deswegen ersehnte ich schon länger einen sehr langen Cardigan. Außerdem freute ich mich wie Bolle, dass es die La Maision Victor-Nähzeitschrift als Sonderheft für große Größen gibt. (Hier habe ich sie besprochen.) In diesem Heft fand ich ein Kleid, das mich an mein vielgeliebtes und abgeliebtes Reisekleid erinnerte.





Das Kleid ist sehr gemütlich und ein guter Ersatz für das geliebte Reisekleid mit ähnlicher Silhouette. Wenn ich es trage, dann suhle ich mich in Gemütlichkeit und kann die Mode, diese Vorliebe für "Freizeitisierung" der aktuellen Mode, gut nachvollziehen. Doch ein Bild von der Seite zeige ich lieber nicht - diesen Eindruck möchte ich doch nicht aller Welt zeigen und für die Ewigkeit ins Internet stellen.

Da sowohl Kleid als auch Cardiganmantel aus schönem Material genäht sind, tragen sie sich sehr angenehm. Genäht waren beide Kleidungsstücke irre schnell: zack, zack mit der Ovi zusammengetackert, naturgemäß wenig Schnittanpassungsarbeit im Vorfeld und Anpassungen nach dem Nähen. Ich kann die Freude an schnellen Erfolgserlebnissen, die Begeisterung fürs Jerseyoberteile nähen und den Spaß an der "Gelinggarantie" von Oversizemodellen verstehen.




Kleiderschnitt: Bea aus La Maison Victor spezielle XL
Material: mitteldicker Seidenjersey vom Kaufhof am Ostbahnhof vor X Jahren

Cardigan: Stoff und Stil, Artikelnr.7300746, 25 cm verlängert
Material: Romanit/Courtelle, Stoff und Stil, 70 % Viscose, 27%Polyester, 3%Elastan



Genäht habe ich die beiden Kleidungsstücke, weil ich etwas brauchte, was ich als Gastgeberin beim Me Made Mittwoch zeigen kann. Die Werbefreiheit und das Zeigen der genähten Kleidung am echten Menschen sind das, was den MMM besonders macht. Dafür habe ich immer wieder in Diskussionen, mit Engagement und auch, wenn ich Beiträge löschte und meinen Namen darunter schrieb, eingestanden.

Jetzt nähe und trage ich aber eigentlich nur noch Kleidungsstücke nach Schnittmustern, die ich verkaufe - diese Kleidungsstücke kann ich natürlich bei unserer werbefreien Aktion nicht zeigen. Will ich bei der Verlinkungsaktion mitmachen, kann ich nur etwas Altes zeigen oder muss mir extra etwas dafür nähen. Nachdem ich nun Schnittmuster verlege, Nähbücher schreibe und Workshops zu Schnittanpassungen gebe, dreht sich in Großteil meines Lebens um Nähen. Das ist toll, aber eben auch viel. Das ehrenamtliche Engagement als Teil des Me Made Mittwochs-Teams hat mir viel Freude bereitet, aber in den letzten Monaten ist es mir immer schwerer gefallen, die Aufgaben auch noch in meinem prall gefüllten Alltag unterzubringen.






Nach fast 5 Jahren als Mitorganisatorin des Me Made Mittwochs gebe ich den Staffelstab nun weiter. Die Entscheidung, das Team zu verlassen, ist mir schwer gefallen, denn ich hänge mit ganzem Herzen an der Idee des Me Made Mittwochs. Ich bin froh, dass der MMM in guten Händen ist, das machte mir meine Entscheidung leichter! Die Kommentare zu dem Beitrag, in dem die Veränderungen angekündigt wurden, haben mich sehr berührt. Ganz herzlichen Dank dafür. Und ganz herzlichen Dank, dass ihr alle den Me Made Mittwoch in den vergangenen Jahren mit Leben gefüllt habt!

Ich freue mich darauf, eure Beiträge zu sehen, ganz ohne Verpflichtung, einfach nur, weil ich es schön finde, euch zu sehen! Wir lesen uns weiter auf crafteln.de oder sehen uns auf einer der zahlreichen Veranstaltungen, die es in der Nähwelt gibt.

Und jetzt schreibe ich zum letzten Mal: Vorhang auf, die Bühne gehört euch!



Mittwoch, 1. Februar 2017

MMM am 1.2.2017

Hallo ich bin Karin dreikah und dies ist meine letzte Moderation im Kreise des MMM-Teams.
Als ich vor zwei Jahren gefragt wurde, ob ich Teil der MMM-Teams werden möchte, habe ich ohne zu zögern ja gesagt und mich sehr gefreut. Es war mir eine große Ehre damals, hier auf dieser Plattform mitgestalten zu dürfen. Zwei Jahre habe ich mich in diesem Team sehr wohl gefühlt, geplant, gelacht und viel geschrieben vor allem hinter den Kulissen.

Im Laufe des letzten Jahres habe ich durch berufliche Veränderunge gemerkt, dass meine Zeit für den MMM immer knapper wurde. Ich hatte zu Beginn nicht erwartet, dass die Mitarbeit in der Crew so zeitaufwendig ist, auch war ich erstaunt, dass der Preis für einen werbefreien Blog zeitlich so hoch ist. So hab ich beschlossen auszusteigen, denn wenn ich irgendwo mitmache, dann möchte ich auch verläßlich sein und Zeit dafür haben. Aber es fiel mir sehr schwer einen passenden Zeitpunkt für den Ausstieg zu finden. Vielleicht auch, weil mein Herz so an dieser Plattform hängt. Dass jetzt gleich drei Frauen aussteigen, unabhängig voneinader, hätte ich gerne anders gesehen, ich hatte es aber nicht in der Hand.


Dem MeMadeMittwoch werde ich natürlich treu bleiben und wünsche ihm weiterhin viele nette Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich über ihr gemeinsames Hobby das Nähen austauschen möchten.
Wir werden uns auch weiterhin hier und auf meinem Blog lesen oder in Kommentaren. Oder wir sehen uns bei einer der mittlerweile sehr zahlreichen Nähveranstaltungen.


Wollt ihr noch etwas zum Kleid wissen? Das wichtigest hätte ich fast vergessen. ;) Inspiriert von Mema habe ich mein zweites Pilvi Coat Dress von Named genäht. Eine Nummer größer ansonsten unverändert.


So kann ich es als Kleid aber vor allem als Jacken- und Mantelersatz über Kleider und Röcke tragen und das gefällt mir sehr. Den Schnitt mag ich, er ist jedoch als Kleid zu formlich für mein Leben.




Als Jackenersatz, wird es häufiger getragen und das sollte bei diesem schönen Schnitt auch so sein. Hier trage ich eins meiner vielen Inaris drunter. Der Schnitt ist auch von Named.


Der schwarze Stoff wurde eigens für das Pilvi gekauft, ein Romanit vom Maybachufer mit schöner Struktur.


Jetzt bin ich gespannt auf eure selbstgenähten Kleider. Es war mir ein großes Vergnügen an dieser Stelle vortanzen zu dürfen. Wir lesen uns.




Sonntag, 29. Januar 2017

Veränderungen


Leben ist Bewegung und auch bei uns im MMM Team bewegt sich gerade viel.

Das Team wird sich deutlich verkleinern, da Constanze/Nahtzugabe, Karin/dreikah und Meike/Crafteln sich entschieden haben, nicht weiter dabei zu sein.

Jede wird sich an "ihrem " Gastgeberinnentermin nochmal ganz persönlich verabschieden.
Obwohl wir alle sehr traurig sind, ist das eine jeweils individuelle Entscheidung, die wir respektieren.
Der MMM beansprucht Zeit, Energie und Aufmerksamkeit, die manchmal in anderen Bereichen gebraucht wird.

Wir übrigen sechs, Claudia/bunte kleider, Dodo/Dodos Beads, Katharina/Sewing Addicted, Nina/Kleidermanie, Sybille/Das Büro für schöne Dinge und Wiebke/Kreuzberger Nähte haben entschieden in dieser Konstellation den MMM  weiter zu führen.

So große Bewegungen gehen natürlich nicht spurlos an uns vorüber, darum werden wir uns im März analog zusammensetzen und überlegen, was wir weitermachen wie bisher oder ob etwas am MMM renovierungsbedürftig ist...
Vielleicht möchten wir auch was ganz Neues ausprobieren.

Habt ihr Ideen, Vorschläge...?

Dann schreibt uns gerne, entweder hier in die Kommentarfunktion oder per Mail an memademittwoch@gmail.com





Mittwoch, 25. Januar 2017

MMM am 25.1.

Guten Morgen, ich bin Dodo von Dodosbeads und heisse euch Herzlich Willkommen beim MMM.
Heute zunächst mit einem skeptischen Blick gen Westen, wenn ich mal so ausserhalb unseres Nähuniversums schaue...


 Näh- und stricktechnisch habe ich allerdings Grund zur Freude:


Dank meiner lieben Tochterfotografin kann ich euch heute endlich das dann doch noch fertiggestellte "Herbstjäckchen" samt passendem Rock zeigen. Dank nochmal an die Luise und frauenoberbekleidung für das Organisieren des knitalongs!


Hier etwas näher.
Das Ajourmuster habe ich von dieser Anleitung. Der Rest ist "frei nach Schnauze". Ich weiss inzwischen wie lang und wie breit ich meine Jacken haben möchte und wie ich Armausschnitt und Ärmel mache.
Während des Strickens hatte mich das Garn wegen des extrem ungleichmässigen Maschenbildes sehr geärgert.Als es dann aber im Rohbau fertig und gedämpft war sah die ganze Angelegenheit sehr viel besser aus. Ich hatte dann auch wieder Lust, es fertigzustellen. Zumal der Rock aus dem passenden Waxprint ja schon längst fertig war und dringend auf ein warmes Oberteil wartete.
Der Schnitt für den Rock ist aus der Fashion Style 3/2015
Trotz mehrerer Wäschen hat der Rock noch ziemlich Stand.



Macht aber nix, denn obenrum liegt er wegen der abgesteppten Falten schön eng an.
Und da ein Dodo-Glitzerelsen-Outfit ohne Schmuck nicht vollständig ist, hier noch die passenden Ohrhänger.


Jetzt bin ich aber sehr gespannt, was alle anderen MeMadels gemacht haben - Bühne frei für eure Sachen!
 

Mittwoch, 18. Januar 2017

MMM am 18.1.

Heute begrüße ich - Luise - euch auf dem MeMadeMittwoch-Blog! Seit etwa fünf Jahren kenne ich den MMM und weiß noch, wie ich über mehrere Blogs auf ihn gestoßen bin. Über ihn habe ich viele Bloggerinnen kennengelernt, manche sogar im echten Leben. Ich selbst habe vor knapp drei Jahren  ein Blog mit Namen "die Luise" ins Leben gerufen, dort blogge ich hauptsächlich übers Nähen und Stricken. 

Ich weiß seit ca. sechs Wochen dass ich heute Vortänzerin bin und ich hatte sofort eine Idee, in welchem Gewand ich das tun wollte. 
Doch nun - zweitens kommt es anders als man erstens denkt - hat meine Geschichte eher mit diesen kleinen gemeinen Werkzeugen zu tun. 
 Gut oder schlecht, den Nahttrenner zu brauchen? Im Weihnachtsrätsel 2015 war er auch Gegenstand des Ratens und ich weiß noch, wie in mir der Satz "Er hat zerstörerisches Potential und trotzdem liebe ich ihn, weil sich Dinge durch ihn zum Guten wenden" hängen geblieben ist. Denn tatsächlich ist es doch so, dass es letzten Endes wunderbar ist, wenn wir etwas verändern können, damit unser selbstgenähtes Kleidungsstück besser sitzt und passt!
Soweit die sachlich-nüchterne Analyse. Doch ich behaupte ja mal, es passieren regelmäßig DRAMEN an den Nähtischen und bis man sich wieder gefangen hat braucht es verständnisvolle Partner und Partnerinnen, Schokolade oder Gummibärchen oder einen Marsch durch Wald und Wiesen. Je nachdem, welche Regulierungsmaßnahmen jede/r so für sich drauf hat!
Ich habe jedenfalls gefühlt kilometerlange und äußerst verzwickte Nähte aufgetrennt, um ein bestimmtes Kleid fertig zu stellen. Die Aussicht, es hier zu präsentieren motivierte mich immer wieder und ich blieb lange relativ gelassen. Genützt hat es letztlich - nicht! Das muss ich betrübt mitteilen. Das Kleid ist noch nicht gestorben, aber wir brauchen mal eine Pause voneinander. 

Die Lösung, und es ist sowieso eine der besten!, ist, ein gut eingetragenes Kleidungsstück zum Mittelpunkt des Vortanzens zu küren. 


Dieser Rock ist wirklich eins meiner Lieblingsstücke. Wenn ich damit unterwegs bin, werde ich fast immer darauf angesprochen.  Der Stoff, eine Gardine aus den Fünfzigern, die ich auf dem Flohmarkt fand, ist einfach toll.Die Farben, die Haptik, das Muster sind einfach wunderbar. 

 

Doch er hatte  einen Fehler: er war zu weit und das hielt mich oft davon ab, ihn zu tragen.Ohne Gürtel saß der Rock auf der Hüfte, das mochte ich nicht und mit Gürtel musste ich dauernd an dem Rock zuppeln, das nervte.
Also war die Frage, ob ich nachträglich noch Gürtelschlaufen annähe, damit der Gürtel nicht verrutscht oder das Stück teilweise auftrenne und enger nähe. Ihr ahnt bestimmt, für welche Lösung ich mich entschieden habe. 


Da der Nahttrenner und ich in den vergangenen Wochen schon so eine intensive Bindung aufgebaut haben, nutzte ich dies, um mich der unbeliebten Auftrennerei zu stellen. Doch ich gebe zu, es ist wesentlich einfacher, selbstgenähte Kleidungsstücke aufzutrennen und wieder in einzelne Teile zu zerlegen als gekaufte Kleidung. 

Und nach zwei Stunden war mein Rock wirklich passend! Ich konnte ihn am Samstagabend zum Theater in der hiesigen Schule anziehen, wo ich prompt darauf angesprochen wurde! 
Diese Fotos sind allerdings am Sonntag während des Spaziergangs entstanden. 

Den Schnitt habe ich selbstgemacht. Einfach ein Rechteck, je vorne und hinten fünf Kellerfalten, einen 6 cm breiten Bund annähen. Der Rock ist, wie alle meine Winterröcke, gefüttert. 

Übrigens: Den Nahttrenner lernte ich in meiner Jugend als Knopflochtrenner kennen. Ha! Das nenne ich Vortäuschung falscher Tatsachen! Müsste ich eine Stellenbeschreibung für das Ding erstellen, würde dieser Aspekt ja eher weiter unten in der Liste erscheinen! 


Wie sieht es bei euch aus? Wie oft kam der Nahttrenner bei eurer selbst hergestellten Kleidung zum Einsatz? Dauerhaft, gelegentlich oder schlief er den Schlaf der Gerechten?